Marke ist Chefsache - eigentlich

Wenn man sich das Interbrand-Ranking 2015 der weltweit wertvollsten Marken anschaut, fallen einige Zahlen besonders auf: Von den 10 wertvollsten Marken sind 8 Technologiemarken, darunter keine deutsche Marke. Unter den 20 wertvollsten Marken gibt es 15 Technologiemarken, davon 3 reine B2B-Technologiemarken und wieder keine B2B-Marke aus Deutschland. Die erste deutsche B2B-Marke findet sich mit SAP auf Platz 26. 

Auf der 10. Markenkonferenz B2B in Würzburg haben wir gemeinsam mit rund 100 Experten in Vorträgen, Panels und Workshops erörtert, wie sich Markenkonzepte als Führungsinstrumente etablieren lassen. Denn Deutschland ist Technologieland und Exportweltmeister, aber kein Markenland. Obwohl der Wert der Marke als Wachstums- und Rentabilitätstreiber auch in Führungskreisen unbestritten ist, investieren deutsche Unternehmer lieber in innovative Produkte statt in Kundenbeziehungen. Nach wie vor wird Markenführung in vielen Unternehmen als rein kommunikative Aufgabe verstanden, statt das wertschöpfende Potential zu nutzen. Die Praxisbeispiele von BASF, DIN, Recaro und Venovia zeigen ansatzweise, in welche Richtung eine wertschöpfende Markenführung gehen kann. Aber auch bei diesen Beispielen fällt auf, wie stark die Markenführung noch in den Marketing- und Kommunikationsabteilungen verhaftet ist.

 

Vor diesem Hintergrund haben wir uns in der Transfersession auf die Frage konzentriert, mit welchen Instrumenten Entscheider die Performance ihrer Marke in konkreten Interaktionen mit ihren Kunden optimieren können. Das positive Feedback darauf zeigt uns, wie groß der Bedarf nach Analyse- und Führungsinstrumenten ist, die Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunden in allen Phasen und allen Kontaktpunkten gewährleistet.

 

Wer mehr dazu erfahren möchte, empfehlen wir die Animation zu den »Moments of Truth« oder ein Gespräch mit Venna von Lepel.

 

Venna von Lepel // lepel@kleinerundbold.com

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